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Im
Jahr 1996 konnte der Tennisclub Sirnach sein 50-jähriges
Bestehen feiern. Dies war Anlass für die Ehrenmitglieder
Eugen Müggler, in den Erinnerungen zu kramen. So
entstand damals ein Rückblick, der den Werdegang
unseres Vereins aufzeigt: |
| Gründung |
| Im Jahr 1946, kurz nach dem Krieg, hat sich
Dr. H. Ritter, damaliger Besitzer der Weberei Sirnach,
entschlossen, seinen privaten Tennisplatz an der Fischingerstrasse,
oberhalb seines Wohnhauses, einer breiteren Öffentlichkeit
zur Verfügung zu stellen. |
Ganz klein, aber fein haben sich einige
Damen und Herren entschlossen, in Sirnach diesen privaten
Platz zu mieten. Anfänglich waren es ca. 8 bis
10 Mitglieder, und es war sehr schwer, weitere Mitglieder
für diesen Sport zu finden. So wurde 1953, als
letzter Versuch vor einer möglichen Auflösung,
nochmals eine Grossaktion zur Mitgliederwerbung gestartet.
Der Funke hat gezündet. Es kamen einige Spierlerinnen
und Spieler dazu. Sie haben im wesentlichen mitgeholfen,
das sinkende Schifflein zu retten.
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| Interclub |
Schon bald konnten wir eine eigene Interclubmannschaft
anmelden und auch Interclubspiele in Sirnach austragen.
Wenn man von der heutigen Situation ausgeht, ist es
sicherlich sehr schwer vorstellbar, dass auf einem Platz
alle Spiele des Tages ausgeführt wurden. Das Clubhaus
war eine bessere Baracke, in der man sich umziehen konnte.
Warmes Wasser gab es nicht. Jedoch brauchte es auch
damals schon viele gute Geister hinter den Kulissen.
Die Frauen der Mitspieler waren für die Verpflegung
verantwortlich: Tee und selbst gebackene Kuchen wurde
den Gästen offeriert. Der längste Interclub-Sonntag
begann um 07.00 Uhr und endete um 20.30 Uhr.
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| Kündigung
auf dem alten Platz |
Die Spielerlaubnis für den Tennisclub
Sirnach auf diesem pirvaten Platz musste jedes Jahr
neu erbeten werden. Ebenso wurde ein Mietzins von Fr.
120.00 pro Jahr festgelegt. Im Jahr 1964 wurde dem TC
Sirnach gekündigt. Schnell musste eine neue Möglichkeit
zum Tenisspielen gefunden werden. Dank der Umsichtigkeit
des damaligen Präsidenten und Vize-Gemeindeammanns,
Johann Baumberger, wurde schnell ein Organisationausschuss
gebildet. Es galt, geeigneten Boden für zwei neue
Plätze und ein Clubhaus zu finden. Geld war keines
in der Kasse. Man war gezwungen, nach geeigneten Sposoren
Ausschau zu halten.
Den ersten Kredit von Fr. 35'000.00 bekamen wir von
der Thurgauer Kantonalbank in Sirnach. Für diesen
Betrag hatten zwei Mitglieder zu bürgen. Von verschiedenen
Geschäften bekamen wir namhafte Beträge, und
auch von den Mitgliedern wurden Anteilscheine gezeichnet.
Ein Beitrag von Fr. 5'000.00 war an einer Munizipalgemeinde-Versammlugn
Grund zur Opposition, war man doch der Ansicht, es sei
nicht nötig, auch in Sirnach einen"Elite-Club"
zu haben. Zum Glück wurde dann der Beitrag trotzdem
genehmigt.
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| TC
Hinterthurgau |
Da der Tennisclub Sirnach im Hinterthurgau
der einzige Club war, dehnte sich unsere Sponsorensuche
auch auf den ganzen Hinterthurgau aus. Diesem Umstand
war es zu verdanken, dass in der Folge der TC Sirnach
enen neuen Namen bekam. obwhol nciht alle Mitglieder
mit dem neuen Namen einverstanden waren, hiess unser
Club von nun an TC Hinterthurgau.
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| Noch
keine Junioren |
Das Clubhaus, welches 1966 bezogen werden
konnte, wurde in Fronarbeit von den Mitgliedern zum
grossen Teil selbst gebaut. Eine für die heutige
Zeit unvorstellbare Einschränkung war die Tatsache,
dass in den Club keine Mädchen und Knaben aufgenommen
werden durften, die das 14. Altersjahr noch nicht erreicht
hatten.
Mit den neuen Plätzen ging es dann schnell aufwärts
mit unserem Club. Es konnte bald ein 2. Inclubmannschaft
gegründet werden. Die Damen spielten recht erfolgreich
und konnten bald in die 2. Liga aufsteigen. Auch die
Herren haben dann nachgedoppelt und ebenfalls den Aufstieg
geschafft. Selbst an den Thurgauischen Junionrenmeisterschaften
kämpften die Hinterthurgauer erfolgreich und stellten
gleich bei den Mädchen und denbKnaben die Sieger.
Der TC Hinterthurgau wurde schnell im ganzen Kanton
bekannt. So wurden uns auch die Thurgauischen Seniorenmeisterschaften
übertragen, die wir mt sehr grossem Erfolg durchführen
konnten.
Präsident Johann Baumberger wollte nach der Bauphase
das Präsidium einer jüngeren Kraft übergeben.
In der Person von Heinz Möller wurde ein fähiger
Nachfolger und zudem noch ein guter Spieler auf den
Präsidentensessel geholt. Für ihn persönlich
war dies ein lohnender Posten, hat er doch im Tennisclub
seine spätere Gattin kennen gelernt. Leider war
er nicht mehr sehr lange in Sirnach. Durch seine berufliche
Tätigkeit zog er nach Frauenfeld und er musste
den Club, der zu dieser Zeit immerhin 120 Mitglieder
zählte, und eine grosse Warteliste hatte, wieder
verlassen.
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| TC
Obereschbach |
Der Spielleiter Eugen Müggler, der
schon einige Hochs und Tief des Clubs miterlebt hatte,
wurde daraufhin als neuer Präsident gewählt.
In dieser Zeit wurden wir durch Zufall mit einigen Mitgliedern
des TC Bad Homburg bekannt. Es wurde viel über
Freundschaftstreffen und gemeinsame Interessen geredet,
und so kam es, dass die nun schon viele Jahre andauernde
Freundschaft mit diesem Club ihren Anfang nahm. Zum
ersten Mal durften wir nach Obeeyschbach bei Frankfurt
reisen, wo wir mit sehr viel Gastlichkeit und Kameradschaft
empfangen wurden. Im Wechsel besuchten wir uns dann
über viele Jahre im 2-Jahresturnus. Diese Zusammekünfte
boten immer sehr viele schöne Stunden, verbunden
mit Ausflügen in die nähere Umgebung der beiden
Orte.
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| TC
Sirnach |
| Tennis wurde nun ein beliebter Breitensport.
In unserer Umgebung schossen die Tennisanlagen förmlich
aus dem Boden. Der TC Hinterthurgau war mit seinem Namen
von der Zeit überholt wordnde. In der Folge wurde
dann aus dem TC Hinterthurgau wieder der TC Sirnach. |
| Erwähnt sei hier noch von den vielen
unermüdlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für
die Belange unseres Clubs unsere über viele Jahre
bewährte Kassierin Idy Stadler aus Wil. |
| Idy
Stadler, wie man sie kennt . . . |
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Nach vielen Jahren der Mitarbeit in den
verschiedensten Aufgaben im Vorstand trat auch Eugen
Müggler in das zweite Glied zurück. Sein Nachfolger
wurde Peter Schumacher. Die Aufgaben wurden natürlich
durch die wachsende Zahl der Mitglieder immer vielfältiger.
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| Ein
dritter Platz |
Der Ruf nach einem dritten
Platz wurde immer lauter. Nach einem erneuten Präsidentenwechsel
zu Willi Hefel, der durch seine berufliche Tätigkeit
geradezu prädestiniert für eine neue Bauphase
war, konnte der Umbau der gesamten Anlage mit Plätzen
und Clubhaus in Angriff genommen werden. |
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Dank seinem grossen
Einsatz, aber auch dank der vielen Helfer, die auch
diesmal wieder gebraucht wurden, entstand eine Tennisanlage,
die den heutigen Anforderungen ans moderne Tennis entspricht. |
Eugen Müggler |
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Impressionen anlässlich
der 50-Jahr-Feier im Gasthaus Löwen in Sirnach |
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Prominenz anlässlich
der 50-Jahr-Feier |
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